Umstrittene und toxische Inhaltsstoffe in Kosmetik

 

Aluminiumsalze werden am häufigsten in Antitranspirant, Antiseptika, Deodorants und Deoroller verwendet. In kosmetischen Produkten haben sie eine schweißhemmende und antibakterielle Wirkung. Leider führt Aluminium oft zu Hautirritationen und Austrocknung. Es verstopft die Poren, hemmt den Toxinaustritt und so werden die Giftstoffe in der Fettschicht (der Brust) gesammelt. Es wird sogar vermutet, dass Aluminium über die Haut in den Blutkreislauf eindringt und wird mit Brustkrebs und der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht.

 

In der INCI Liste ist immer Alumina oder Aluminum zusätzlich zu lesen.

 

 

Formaldehydabspalter sind Konservierungsmittel die in der Kosmetikherstellung verwendet werden. Sie sind krebserregend und wegen ihrer hautirritierenden Eigenschaften sehr umstritten. Viele dekorative Kosmetika und Nagellacke enthalten Formaldehydabspalter, sowie Haarpflegeprodukte und Cremes.

 

Die (gefährlichen) Stoffe finden Sie auch unter andere Namen wie: Quanternium-15, Diazolidinyl Urea, Imidazolidinyl Urea, DMDM Hydantoin, Sodium Hydroxymethyl Glycinate, Bronidox, Bronopol, Diazolidinyl-Harnstoff, Diazolidinyl-Urea, 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol, 5-Bromo-5-Nitro1,3-Dioxane, Diazolidinyl-Harnstoff. Vorsicht bei den Buchstaben: DM, DMDM,DEMD, DMHF, MDN.

 

Mikroplastik sind Kunststoffe, die in flüssiger sowie fester Form in Kosmetik verwendet werden. Diese Stoffe gelten als schwer abbaubar. Davon gelangt immer ein Teil in Gewässer und Meere. Als Mikroplastik werden vor allem feste Teilchen kleiner als 5 mm bezeichnet, die sich meistens in Peelings befinden. Doch auch in Cremes, Lotions, Duschgele und dekorativer Kosmetik wie Make-up, Mascara oder Lippenstifte kann sich Mikroplastik verstecken.

Flüssige oder gelförmige Kunststoffe wie zum Beispiel Acrylsäure-Copolymere (INCI: Styrenes/Acrylates Copolymer) werden häufig nicht als Mikroplastik berücksichtigt, denn die sind wasserlöslich. Aber auch solche biologisch schwer abbaubaren Kunststoffe gelangen mit dem Abwasser in die Umwelt und richten Schaden an. Die Mikroplastik verbleibt einige Jahrhunderte in der Umwelt und wird von vielen Tierarten für Nahrung verwechselt.

Wenn Sie den Begriff "Polymer" in den INCI-Liste finden, ist ein Kunststoff enthalten.

Die folgende Liste enthält dieINCI-Bezeichnungen einiger, weitere Namen für Kunststoffe: Acrylates Copolymer, Acrylates Crosspolymer, Allyl Stearate/VA Copolymer, Butylene/ethylene/styrene Copolymer, Ethylene/propylene/styrene Copolymer, Ethylene/acrylate Copolymer, Ethylene/methacrylate Copolymer, Polyamide, Nylon, Polyacrylate, Polymethyl Methacrylate, Polyquaternium, Polyethylene (PE), Polyethylene Glycol (PEG-) (schwer abbaubar ab PEG-50), Polyethylene Terephthalate (PET), Polypropylene Terephthalete, Polybutylene Terephthalatene, Polypropylene (PP), Polypropylene Glycol (PPG) (schwer abbaubar ab PPG-50), Polystyrene (PS), Polytetrafluoroethylene (Teflon), Polyurethane (PUR), Styrene acrylates Coplymer, Silikone z.B. Cyclotetrasiloxane, Cyclopentasiloxane, Cyclohexasiloxane, Cyclomethicone / Silsesquioxane / Trimethylsiloxysilicate (Siliconharz).

 

Mineralöle/Paraffine werden aus Erdöl gewonnen und behindern die normalen Regulierungsmechanismen der Haut. Man kann Mineralöle oft sogar in Pflegeprodukten für Kinder und Babys finden. Petroleum ist ein Nebenprodukt, dass industriell als Schneidflüssigkeit und Schmieröl genutzt wird. Es bildet einen öligen Film auf der Haut, der wie Kunststoff die Haut überzieht und die Poren verstopft. So werden Feuchtigkeit, Toxine und Abfallstoffe eingeschlossen und verhindern damit die normale Hautatmung. Dadurch werden Akne und andere Hautprobleme begünstigt und verursacht, die Hautfunktion und Zellentwicklung verlangsamt. Dies führt zur vorzeitigen Hautalterung.

Jedes Mineralöl-Derivat kann mit der krebserregenden PAH (Polycyclic Aromatic Hydrocarbons) kontaminiert sein, ebenfalls kann es Rückstände von Formaldehyd/Dioxan enthalten. Es wird gerne in Kosmetika verwendet, da es sehr billig ist.

Mineralöl versteckt sich in Namen wie: Cera Microcristallina, Ceresin, Mineralöl, Mineral Oil, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Paraffine, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Petrolatum, Vaseline.

 

Nitrosamine sind stark krebserregende Substanzen. Sie entstehen aus Nitrit und Aminen und werden sehr leicht über die Haut aufgenommen. Wenn sie sich einmal in Niere und Leber angesammelt haben, richten sie dort erhebliche Schäden an. Sie gelangen durch verunreinigte Rohstoffe in die Produkte und entstehen während der Lagerung wenn bestimmte Inhaltsstoffe miteinander reagieren. Viel schlimmer ist es, dass sich die Nitrosamine erst bilden, wenn das Produkt mit der Haut in Kontakt kommt. 

Diese Chemikalien können die Nitrosamen verursachen: 2-Bromo-2-Nitropropane-1.3, -Diol, Cocoyl Sarcosine, Diethanolamin (DEA), Imidazolidinyl Urea, Formaldehyd, Hydrolisierte Tierproteine, Lauryl Sarcosine, MEA Verbindung, Quaternium-7, (15, 31, 60…), Sodium Lauryl Sulfate, Ammonium Lauryl Sulfate, Sodium Laureth Sulfate, Ammonium Laureth Sulfate.

 

Oxybenzone ist ein Sonnenschutzmittel. Bekannt als starker Allergieauslöser, der auch als krebserregend gilt. Es gelangt über die Haut in den Körper und führt zu Hormonstörungen und verursacht Zellschädigungen. Die Verwendung von Oxybenzon macht die Haut sensibler für Sonnenstrahlen, diese Lichtsensibilisierung führt dazu, dass auch Rötungen und Blasenbildung schneller auftreten.

Diese Substanz ist unter folgenden Namen auf den Kosmetikprodukten zu finden: Oxybenzone, Benzophenone 3, Butyl Methoxydibenzoylmethane und Dibenzoylmethane. Achten Sie auf „benzoyl“.

 

    Parabene werden als Konservierungsstoff verwendet um die Lagerdauer von Produkten zu verlängern. Der Wirkstoff wird immer noch verwendet, obwohl seine sehr toxische Wirkung bereits bekannt ist. Sie verursachen viele allergische Reaktionen und Hautausschläge. Parabene werden immer wieder im Zusammenhang bei Auftreten von Brustkrebserkrankung in Verbindung gebracht. Außerdem wirkt es auf der Haut stark allergisierend.

      Achten Sie auf folgende Begriffe, denn es sind alle Parabesubstanzen: Ethylparaben, Methylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Metagin, Isobutylparaben, Isopropylparaben, Phenylparaben, Propagin, Oxybenzoesäure, Hydroxybezoesäure, PHB.

 

    PEG-basierte Emulgatoren dienen in der Kosmetik als Emulgatoren, die Wasser und Fett verbinden und können auch als Tenside eingesetzt werden. Sie schaden der Haut, denn sie weichen Zellwände auf. Dadurch können Schadstoffen in die Haut eindringen. Die hauteigene Feuchtigkeit wird gestört und begünstigt vorzeitige Hautalterung.

      Die Namen für PEG-basierte Substanzen sind: Polyethylenglycol, Polyglykol, Polysorbate, Copolyol, Ceteareth-33. Informieren Sie sich auch über die Begriffe „PEG“ oder „eth“, es sind ebenfalls PEG-Derivate.

 

    Phenoxyethanol hemmt in erster Linie die Entwicklung von Mikroorganismen in kosmetischen Mitteln. Dieser Konservierungsstoff wird als Ersatz für Parabene verwendet. Diese Substanz steht unter Verdacht, dass sie Störungen des Immunsystems verursacht, sowie negative Auswirkungen auf das Nervensystem hat. Außerdem kann es zu Allergien und Ekzeme führen.

      Bitte in INCI-Liste auf das Wort Phenoxyethanol achten.

 

Propylene Glycol wird aus Mineralöl gewonnen und wird in der Kosmetikproduktion als Feuchthaltemittel und Weichmacher eingesetzt, wirkt aber auch als Konservierungsmittel.

Eine Creme mit Propylene Glycol macht die Haut schön weich und zieht dazu noch schnell ein. Man kann Mineralöle oft in Pflegeprodukten für Kinder und Babys finden.

Leider kann Propylene Glycol auf der Haut allergischer Reaktionen hervorrufen sowie zu Nieren-, Leber- und Gehirnschäden führen.

In INCI-Liste ist diese Substanz unter Propylene Glycol zu finden.

 

Silikonweichmacher befinden sich im Haarpflegeprodukten sowie anderer Kosmetika. Diese überziehen Haut und das Haar mit einem dünnen Film, der verhindert, dass Haut und Haar atmen können. Es ist wie mit einer Kunststofffolie auf der Haut vergleichbar. Diese synthetischen Substanzen verursachen Hautreizungen und manche der Weichmacher  stehen unter Verdacht Tumore zu verursachen. Biologisch sind sie nicht abbaubar.

Folgende Begriffe sind u.a. Namen für Silikonweichmacher: Dimethicone, Dimethicone Copolyol, Cyclomethicone, PVP/VA Copolymer, Stearalkonium Chloride.

 

Tenside: Sodium Myreth Sulfate ist PEG basiert. Dieser Stoff dringt über die Haut ein und kann dabei Schadstoffe in die Körper einschleusen. Außerdem kann es betäubend wirken, starke allergische Reaktionen hervorrufen und Reste von Formaldehyd/Dioxan enthalten.

Sodium Laureth Sulfate (SLES) wird in fast allen Körperpflege- und Haarpflegeprodukten sowie Cremes verwendet. Es ist die alkoholische Form des Sodium Lauryl Sulfate (SLS). SLES scheint weniger aggressiv mit mehr Schaum als SLS. Leider entsteht beim Umwandlungsprozess eine weitere, extrem schädliche Verbindung: das 1,4-Dioxan.

Diese Substanz ist dem Hormon Östrogen sehr ähnlich und stört somit die menschlichen Hormonhaushalt. Dadurch erhöht sich das Risiko für Krebserkrankungen und wirkt sich bei Männern negativ auf die Spermienproduktion aus. Sodium Laureth Sulfate (SLES) wird gerne als eine harmlosere Variation von SLS deklariert, tatsächlich ist die Substanz aber viel schlimmer. Sowohl Sodium Lauryl Sulfate (SLS) als auch Sodium Laureth Sulfate (SLES) können durch Reaktion mit anderen Inhaltsstoffen möglicherweise zur Bildung von Krebserregenden Nitraten und Dioxinen beitragen. Schon durch eine einzige Haarwäsche können größere Nitratmengen in den Blutkreislauf gelangen.

Besonders belastet mit Sodium Lauryl Sulfate (SLS) können auch Baby-Badeprodukte sein, denn diese Stoffe sind in 90% der schäumenden Produkte wie Shampoos, Duschbädern und Zahncremes enthalten. Sie gelten als Reinigungsmitteln und industrielle Fettlöser. Auf die Haut aufgetragen, wird diese rauh, schuppig, rissig und irritiert. Leider hemmt es auch den Haarwuchs. Sodium Lauryl Sulfate (SLS) ist ein häufiges Hautallergen, es wird schnell von Augen, Gehirn, Herz und Leber absorbiert, was zu Langzeitschäden führen kann.

Tiere die in Kontakt mit SLS und Ammonium-Lauryl Sulfate (ALS) kommen leiden unter Augenschäden, Funktionsstörung des Zentralnervensystems, Atembeschwerden, Durchfall, Hautirritation, und manchmal endet es sogar mit demTod. Im Allgemeinen kann SLS Heilungsprozesse verzögern. Bei Erwachsenen Grauen Star auslösen und bei Kindern die Entwicklung der Augen stören.

Unter diesen Namen verstecken sich ebenfalls diese Tenside (sie können die Reste von Formaldehyd/Dioxan enthalten): Sodium Lauryl Sulfate (SLS), Sodium Laureth Sulfate (SLES), Ammonium-Lauryl Sulfate (ALS), Ammonium-Laureth Sulfate (ALES), Methylgluceth, Laureth-2; Laureth-3, Methylisothiazolinon, Sodium Cetearyl Sulfate, Sodium Cocoyl Sarcosinate.